Biathlon Weltcup im TV: Der komplette Sendeplan für die kommende Woche

Biathlon im Wohnzimmer: Warum wir diese Sportart so lieben

Ehrlich gesagt, gibt es im Winter kaum etwas Besseren, als sich mit einer heißen Tasse Tee oder einem Kakao auf die Couch zu flegeln und Biathlon zu schauen. Es ist diese verrückte Mischung aus totaler Erschöpfung in der Loipe und der absoluten Ruhe am Schießstand. Ein kleiner Windstoß, ein Puls von 180, und schon fliegt die Kugel daneben. Das macht den Sport so unberechenbar und spannend. In Deutschland ist Biathlon quasi der inoffizielle König des Wintersports. Wenn die Damen und Herren mit ihren Gewehren auf dem Rücken durch den Schnee jagen, schauen Millionen zu.

Nächste Woche steht wieder ein echtes Highlight an. Damit ihr nicht ständig durch die Kanäle zappen müsst, haben wir mal alles zusammengetragen, was wichtig ist. Wer überträgt was? Wann muss man einschalten, um den Start nicht zu verpassen? Und wer sind eigentlich die Favoriten, die uns diesmal die Daumen drücken lassen? Packen wir es an.

Der volle Sendeplan: Alle Termine auf einen Blick

Damit ihr euren Alltag um die Rennen herum planen könnt (wir wissen alle, dass das so läuft), ist hier die Übersicht. Die Zeiten sind natürlich in unserer Zeitrechnung, also keine Sorge wegen irgendwelcher Zeitverschiebungskopfschmerzen.

Übersicht der Rennen und Sendezeiten

TagUhrzeitDisziplinSender
Mittwoch14:15 UhrEinzel der Frauen (15 km)ARD / Eurosport
Donnerstag14:30 UhrEinzel der Männer (20 km)ARD / Eurosport
Freitag15:00 UhrSprint der Frauen (7,5 km)ARD / Eurosport
Samstag12:30 UhrSprint der Männer (10 km)ARD / Eurosport
Samstag14:45 UhrVerfolgung der Frauen (10 km)ARD / Eurosport
Sonntag13:15 UhrVerfolgung der Männer (12,5 km)ARD / Eurosport
Sonntag15:30 UhrStaffel der Frauen (4 x 6 km)ARD / Eurosport

Wichtig ist zu wissen, dass sich die Zeiten manchmal um ein paar Minuten schieben können, wenn das Wetter nicht mitspielt. Wir kennen das ja: Nebel am Schießstand oder zu viel Neuschnee können den ganzen Plan durcheinanderwürfeln. Also lieber zehn Minuten früher einschalten und schauen, ob die Experten im Studio schon fachsimpeln.

Wo läuft Biathlon eigentlich am besten?

In Deutschland haben wir ja das Luxusproblem, dass wir meistens zwischen den Öffentlich-Rechtlichen und Eurosport wählen können. Die ARD und das ZDF wechseln sich normalerweise wochenweise ab. Nächste Woche ist die ARD dran. Das Schöne bei der ARD ist das Duo im Studio und die Analysen von den Ex-Profis. Die kennen die Strecke in- und auswendig und wissen genau, warum ein Athlet gerade beim dritten Schuss gepatzt hat.

Eurosport hingegen ist was für die echten Nerds. Sigi Heinrich und sein Team sind Legenden am Mikrofon. Die Emotionen dort sind oft noch einen Tick krasser. Dafür muss man da mit ein bisschen mehr Werbung leben, außer man nutzt den kostenpflichtigen Discovery+ Stream.

Was ihr für einen perfekten Biathlon-Nachmittag braucht

  • Eine kuschelige Decke (wichtig, falls man beim Zusehen selbst friert).
  • Gute Snacks – Nervennahrung ist beim Schießen essenziell.
  • Ein Smartphone mit einer Live-Ticker-App, falls die TV-Regie mal wieder den falschen Sportler zeigt.

Die Favoriten: Wer hat aktuell die Nase vorn?

Bei den Männern führt momentan kaum ein Weg an den Norwegern vorbei. Es ist manchmal schon fast unheimlich, wie die das machen. Johannes Thingnes Bø ist natürlich der Name, den jeder kennt. Aber auch die jungen Wilden rücken nach. Aus deutscher Sicht hoffen wir natürlich, dass Benedikt Doll oder einer der anderen Jungs einen Sahnetag erwischt. Ein fehlerfreies Schießen ist da die absolute Grundvoraussetzung, denn auf der Loipe sind die Norweger oft eine Klasse für sich.

Bei den Frauen ist es zum Glück etwas offener. Die Französinnen sind bärenstark, aber auch die Schwedinnen und natürlich unsere deutschen Mädels mischen vorne mit. Franziska Preuß ist immer für ein Podium gut, wenn die Gesundheit hält. Es ist dieses Jahr wirklich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Gelbe Trikot.

Ein Blick auf die Technik: Ski, Wachs und Gewehre

Man vergisst das oft, aber Biathlon ist auch eine Materialschlacht. Seit dem Verbot von Fluor-Wachs ist das Ganze noch mal spannender geworden. Die Techniker in den Wachstrucks arbeiten Tag und Nacht, um die perfekte Mischung zu finden. Wenn die Ski nicht laufen, kann man so gut schießen, wie man will – man kommt einfach nicht hinterher.

Das Gewehr ist ein hochpräzises Kleinkalibergewehr. Es wiegt mindestens 3,5 Kilo. Stellt euch mal vor, ihr rennt 3 oder 4 Kilometer im Vollsprint und müsst dann auf eine Zielscheibe schießen, die im Liegen gerade mal so groß wie ein Golfball ist (45 mm). Im Stehen ist sie etwa so groß wie eine Untertasse (115 mm). Und das alles bei Wind und Wetter. Wahnsinn, oder?

Die Strecke: Tücken und Highlights

Jeder Weltcup-Ort hat seine Eigenheiten. Manche Strecken sind extrem steil, andere haben tückische Abfahrten, auf denen es oft zu Stürzen kommt. Besonders die Kurven vor dem Schießstand sind wichtig. Hier müssen die Athleten den Puls kontrolliert runterfahren, ohne zu viel Zeit zu verlieren. Ein zu hoher Puls bedeutet zitternde Hände, und ein zu niedriger Puls kann dazu führen, dass man den Rhythmus verliert. Es ist eine Gratwanderung.

Die wichtigsten Weltcup-Orte im Überblick

OrtLandBesonderheit
OberhofDeutschlandOft Nebel und Wind, sehr stimmungsvoll.
RuhpoldingDeutschlandDie „Mutter des Biathlons“, schnelle Strecke.
AntholzItalienHöhenlage, die Luft ist extrem dünn.
HolmenkollenNorwegenHeimspiel für die Wikinger, legendärer Anstieg.
Nové MěstoTschechienRiesiges Stadion, Wahnsinns-Publikum.

Warum die Staffel das emotionalste Rennen ist

Wenn ihr mich fragt, ist die Staffel das absolute Highlight jeder Weltcup-Woche. Hier geht es nicht nur um die eigene Leistung, sondern um das ganze Team. Ein Nachlader zu viel oder gar eine Strafrunde kann das ganze Ergebnis ruinieren. Der Druck ist immens. Man sieht oft gestandene Profis, denen am Schießstand die Knie schlottern, weil sie ihre Teamkollegen nicht enttäuschen wollen.

Und sind wir mal ehrlich: Nichts ist spannender als ein Schlussspurt zwischen zwei Nationen, wenn es um Gold geht. Da hält es niemanden mehr auf dem Sitz. Die Taktik spielt hier eine riesige Rolle. Wer läuft an welcher Position? Setzt man den stärksten Läufer an den Anfang oder an das Ende?

Tipps für Gelegenheitszuschauer

Wenn ihr nur ab und zu mal reinschaut, hier ein paar Insider-Infos, damit ihr beim nächsten Mal mitreden könnt:

  • Der Nachlader: Gibt es nur in der Staffel. Man hat drei Extra-Patronen pro Schießen, muss diese aber einzeln einlegen.
  • Die Strafrunde: Ist 150 Meter lang. Man verliert dort etwa 20 bis 25 Sekunden. Das ist im Biathlon eine Ewigkeit.
  • Das Gelbe Trikot: Trägt derjenige, der in der Gesamtwertung führt. Es ist das prestigeträchtigste Leibchen im Feld.
  • Die Schießzeit: Ein guter Schütze braucht für fünf Schüsse im Liegen etwa 25 bis 30 Sekunden. Stehend geht es oft noch schneller.

Die Rolle der Fans vor Ort

Wer schon mal in Oberhof oder Ruhpolding an der Strecke stand, weiß, wovon ich rede. Die Atmosphäre ist elektrisierend. Wenn die Athleten den Berg hochlaufen, werden sie von tausenden Fans angefeuert. Kuhglocken, Tröten und Fangesänge überall. Das gibt den Sportlern oft den nötigen Adrenalinkick für den letzten Kilometer. Im Fernsehen kommt das zwar gut rüber, aber live ist es noch mal eine ganz andere Hausnummer.

Leider kann man nicht immer live dabei sein, deshalb ist die TV-Übertragung so wichtig für uns. Die Kameras sind heutzutage so nah dran, dass man sogar den Atem der Sportler sieht und das Klicken der Gewehre hört. Die Technik macht es möglich, dass wir uns fühlen, als stünden wir direkt daneben.

Nachwuchs und Zukunft des deutschen Biathlons

Es gab ja eine Zeit, in der man sich Sorgen machen musste, wer nach den großen Namen wie Neuner oder Dahlmeier kommt. Aber die aktuelle Generation macht Hoffnung. Wir haben viele junge Talente, die sich langsam aber sicher in die Weltspitze vorarbeiten. Es dauert oft ein paar Jahre, bis man die nötige Erfahrung hat, um konstant vorne mitzulaufen. Vor allem das Schießen unter Druck lernt man erst bei den großen Rennen.

Die Konkurrenz schläft aber nicht. Nationen wie Schweden oder Italien haben massiv investiert und bringen immer wieder neue Toptalente hervor. Das sorgt dafür, dass die Leistungsdichte extrem hoch bleibt. Es gibt keine „einfachen“ Siege mehr. Jedes Podium muss hart erkämpft werden.

Hinter den Kulissen: Was wir im TV nicht sehen

Zwischen den Rennen passiert enorm viel. Die Athleten müssen regenerieren, Physiotherapie machen und die Taktik für den nächsten Tag besprechen. Auch die Ernährung ist ein Riesenthema. Man verbrennt bei so einem Rennen Unmengen an Kalorien. Pasta, Reis und spezielle Sportnahrung stehen da ganz oben auf dem Speiseplan.

Und dann ist da noch die psychologische Komponente. Ein verpatztes Schießen muss man erst mal wegstecken. Viele Sportler arbeiten mit Mentaltrainern zusammen, um nach einem Misserfolg wieder den Fokus zu finden. Biathlon wird oft im Kopf entschieden. Wer nervenstark bleibt, gewinnt am Ende.

Interessante Fakten zum Biathlon

  1. Die Scheibengröße im Liegendanschlag beträgt gerade einmal 4,5 Zentimeter.
  2. Ein Biathlon-Gewehr verwendet Patronen im Kaliber .22 long rifle.
  3. Die Herzfrequenz der Athleten sinkt beim Schießen oft innerhalb weniger Sekunden von 180 auf etwa 140 Schläge pro Minute.

Biathlon im Stream: Flexibel bleiben

Wer unterwegs ist oder keinen Fernseher zur Hand hat, kann natürlich auf die Mediatheken von ARD und ZDF zurückgreifen. Die Livestreams sind meistens sehr stabil und bieten oft sogar zusätzliche Kameraperspektiven an. So kann man zum Beispiel nur den Schießstand beobachten, während im Hauptprogramm noch die Loipe gezeigt wird. Das ist ein echtes Plus für alle, die wirklich jedes Detail mitbekommen wollen.

Auch die Sportschau-App ist ein guter Begleiter. Dort gibt es Live-Ticker und schnelle Zusammenfassungen, falls man ein Rennen mal komplett verpasst hat. Heutzutage gibt es eigentlich keine Ausrede mehr, ein Rennen zu verpassen.

Wann geht es los?
Die ersten Rennen starten meistens gegen Mittag oder am frühen Nachmittag. Schaut am besten in unsere Tabelle oben für die genauen Zeiten.

Welcher Sender zeigt Biathlon nächste Woche?
In der kommenden Woche übernimmt die ARD die Übertragung im Free-TV. Parallel dazu zeigt Eurosport fast alle Rennen live.

Kostet der Stream etwas?
Die Streams der ARD und des ZDF sind kostenlos und über die jeweiligen Mediatheken oder Apps abrufbar. Eurosport bietet über Discovery+ einen kostenpflichtigen Stream ohne Werbung an.

Wer sind die deutschen Hoffnungsträger?
Bei den Männern setzen wir vor allem auf Benedikt Doll und Johannes Kühn. Bei den Frauen sind Franziska Preuß und Vanessa Voigt unsere besten Karten im Spiel.

Was passiert bei extremem Wind?
Wenn der Wind zu stark wird und die Sicherheit der Athleten am Schießstand nicht mehr gewährleistet ist, kann ein Rennen verschoben oder ganz abgesagt werden. Das Schiedsgericht entscheidet das meist sehr kurzfristig.

Warum haben manche Sportler bunte Gewehre?
Das ist reine Geschmackssache! Viele Athleten lassen sich ihre Schäfte individuell anfertigen und lackieren. Es hilft auch, das eigene Gewehr im Ständer schneller zu finden.

Wie lang ist eine Strafrunde?
Eine Strafrunde ist genau 150 Meter lang. Man muss sie für jeden Fehlschuss einmal durchlaufen, außer in der Staffel, wenn man noch Nachlader hat.

Ein kleiner Ausblick zum Schluss

Biathlon bleibt einfach die spannendste Nebensache der Welt im Winter. Ob es die knappen Entscheidungen am Schießstand sind oder die epischen Duelle in der Loipe – es wird nie langweilig. Nächste Woche verspricht wieder jede Menge Action, und mit dem Sendeplan oben seid ihr bestens vorbereitet. Also, macht es euch gemütlich, drückt unseren Athleten die Daumen und genießt die Show. Vielleicht sehen wir ja mal wieder ein rein deutsches Podium? Träumen darf man ja wohl noch. Wir sehen uns vor dem Fernseher! Viel Spaß beim Mitfiebern und hoffentlich fallen alle Scheiben ins Schwarze. Bis zum nächsten Mal!

In diesem Sinne: Ski heil und immer eine ruhige Hand am Abzug! Der Winter ist noch lang, und die besten Geschichten schreibt oft der Sport selbst. Wir sind gespannt, was uns nächste Woche erwartet. Bleibt sportlich und genießt die kalten Tage mit heißen Rennen! Und vergesst nicht: Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Bis bald!

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